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Generell muss unterschieden werden zwischen zwei Darreichungsformen der Aloe Vera:

Der reinen Aloe und dem Aloe Vera Gel.


Reine Aloe:
Unter reiner Aloe versteht man das gelblich, bräunliche Blattharz (Aloin), das im Blattgrün und in der Blattrinde vorkommt. Dieses Aloin riecht sehr streng und schmeckt extrem bitter.
Blattgrün und Blattrinde enthalten Arzneistoffe, die sogenannten Anthrachinon- und Anthrazen-Derivate, kräftig wirkende Drogen. Ihre Wirkung erstreckt sich auf den Dickdarm. Nach oraler Einnahme von Aloe wurden schon stärkere lokale Reizwirkungen und Krämpfe im Becken und Oberbauch beobachtet.

Aloe Vera Gel:
Das Aloe Vera Gel ist transparent und etwas schleimig. Es stammt aus dem Inneren des Blattes. Zu dessen Gewinnung müssen Blattrinde und Blattgrün sorgfältig entfernt werden, damit kein Aloin mehr enthalten ist.
Wissenschaftler verschiedener Länder und Nationen haben durch modernste technologische Untersuchungsmethoden inzwischen bereits 220 Inhaltsstoffe in dem Aloe-Vera-Gel nachgewiesen. Man vermutet, dass sich im Laufe weiterführender Studien noch einige mehr finden werden.

In der folgenden Auflistung sind einige dieser Inhaltsstoffe aufgezählt und ihre Nützlichkeit für den menschlichen Organismus aufgezeigt.

14 Mucomono- und Mucopolysaccharide hierzu zählen:
• Acemannan - der Hauptwirkstoff der Aloe-Vera kann von Erwachsenen nicht selbst gebildet werden. Diese Multitalent fördert bei innerer Anwendung die Aufnahmefähigkeit des Verdauungssystems für Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente Enzyme und andere wichtige Nährstoffe.
• Uronsäure- ruft eine wichtige Entgiftungsreaktion hervor.
• Galakturonsäure
• Glukoronsäure
• Manuronsäure
• Pentosan
• Rhamnose
• Glukose - auch Traubenzucker genannt, ist ein Einfachzucker und gehört in die Gruppe der Kohlenhydrate. Sie dient als Energielieferant und wird auch als "Nervennahrung" bezeichnet.
• Cellulose
• Manose
• Aldopentose
• Arabinose
• Galaktose
• Xylose

11 Anthraquinone
Diese Stoffe sind von jeher wegen ihrer abführenden und schmerzstillenden Wirkung geschätzt.
• Aloin - steigert die Peristaltik des Dickdarms und wirkt daher leicht kathartisch (abführend) und emetisch (Erbrechen erregend).
• Isobarbaloin - wirkt analgetisch (schmerzstillend) und antibiotisch.
• Aloetic Säure - hat antibiotische Wirkung.
• Aloe-Emodin - wirkt antibiotisch und kathartisch.
• Anthranole
• Restannol
• Anthracene
• Zimtsäure
• Barbaloin - wirkt antibiotisch und kathartisch.
• Monosulfonic Säure
• Emodin - wirkt kathartisch.

16 Enzyme
• Oxidase
• Amylase - ist ein Verdauungsenzym und wirkt kohlenhydratspaltend.
• Bradykinase - wirkt analgetisch und entzündungshemmend. Darüber hinaus wirkt es stimulierend auf das Immunsystem.
• Cellulase - wirkt cellulosespaltend.
• Katalase - verhindert die Ansammlung von Wasserstoffperoxid im Gewebe.
• Lipase - gehört zu den Verdauungsenzymen und wirkt fettspaltend.
• Creatine Phosphokinase - ist wichtig für die Energiegewinnung in den Muskelzellen.
• Protease - gehört zu den Verdauungsenzymen und wirkt eiweißspaltend.
• Pentosane
• Alimase
• SGOT Transaminase
• Lactic Dehydrogenase
• Phosphatase

5 Nudeotidase
• SPOT Transaminase
• SPGT-Transaminase

13 Mineralstoffe
Mineralstoffe sind lebensnotwendige Stoffe, die der Mensch regelmäßig über die Nahrung aufnehmen muss. Sie werden in Mengen- und Spurenelemente unterteilt. Eine weitere Gruppe sind die Ultraspurenelemente, deren Funktionen beim Menschen noch erforscht werden.
• Aluminium
• Calcium
• Schwefel - ist ein Bestandteil von stoffwechselaktiven Geweben und von Knorpel. Mangelsymptome sind Müdigkeit, verminderte Widerstandskraft gegen Infektionen, gehemmtes Wachstum sogar eine Verzögerung der geistigen Entwicklung.
• Chlor - Seine wichtigen Funktionen liegen im Säure-Basen-Haushalt und bei der Bildung von Magensaft. Mangelsymptome sind Muskelkrämpfe, "Denkfaulheit" und Appetitlosigkeit.
Eisen
• Kupfer - gehört zu den Spurenelementen. Es ist ein wichtiger Bestandteil von für den Stoffwechsel und die Blutbildung wichtigen Enzymen, sowie der roten Blutkörperchen und des Coeruloplasmin - einem als Oxidase, Kupferspeicher und -transportprotein wirksamen Eiweißkörper. Kupfer findet sich im Blut, den Nieren und der Leber zu insgesamt nicht mehr als ca. 100mg. Der tägliche Bedarf beträgt 1,5 - 2mg, bei Säuglingen und Kindern 0,04 - 0,14mg pro Kg Körpergewicht, ist jedoch bei Schwangerschaft um mehr als 100 % erhöht.
Mangelsymptome sind Anämien, selten ist eine Veränderung der Knochen zu beobachten.
• Natrium - Natrium stellt ein wichtiges Element für unser Säuren-Basen-Gleichgewicht sowie unsere Nerven. Zusammen mit Kalium und Chlorid regelt es den Wasserhaushalt des Körpers und spielt eine Rolle bei der Aufrechterhaltung des Blutdrucks. Es verhält sich Wasser und Sauerstoff gegenüber sehr reaktiv.
Der Natriumspiegel im Blut ist vermindert bei Durchfall und Erbrechen, Verbrennungen und bestimmten Vergiftungen und erhöht bei "Austrocknug" des Organismus als Folge einer negativen Flüssigkeitsbilanz.
In den westlichen Industrieländern wird oft zuviel Natrium in Form von Kochsalz aufgenommen. Dies kann zur Entstehung von Bluthochdruck führen.
Ein Mangel führt zu Muskelkrämpfen, "Denkfaulheit" wie auch Appetitlosigkeit.
• Mangan
Mangan gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen und ist in Lebensmitteln weit verbreitet. Im menschlichen Körper befindet sich das Element hauptsächlich in den Knochen. Es stellt ein essentielles Spurenelement z.B. in Enzymen der Fettsynthese dar und aktiviert Enzyme bei der Bildung von Kollagen und Mucopolysaccharid-Eiweiß-Komplexen; dies sind Stützsubstanzen, Gerüsteiweißköper in der Haut, bzw. im Bindegewebe.
Der Tagesbedarf an Mangan liegt bei ca. 2-3 mg.
Mangelzustände führen zu Blutgerinnungsstörungen, Gewichtsverlust, möglicherweise Wachstumsstillstand, Osteoporose und zu Funktionsstörungen der Geschlechtsorgane.
• Kalium - ist wichtig für unser Säure-Basen-Gleichgewicht, den Flüssigkeitshaushalt und unsere Nervenfunktionen. Kalium reguliert zusammen mit Natrium und Chlorid den Wasserhaushalt des Körpers und hat eine zentrale Stellung im Stoffwechsel von Muskel- und Nervenzellen.
Ein Mangel kann zu Muskelschwäche und sogar zu Lähmungen führen.
• Chrom - ist beteiligt am Glukose- und Energiestoffwechsel. Außerdem beugt es Diabetes vor.
• Magnesium - ist in den Zellen bei 300 Enzymsystemen beteiligt. So bei der Aktivierung von Enzymen und der Proteinsynthese. Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff, der normalerweise in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen wird. Im menschlichen Körper ist er größtenteils in Knochen und Muskulatur zu finden.
Ein Mangel führt mitunter zu Wachstumsstörungen, Verhaltensstörungen, Schwäche und Krämpfen.
• Zink
• Kalium-Sorbat - ist wichtig für die Aktivität verschiedener Enzyme und für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen.

13 Vitamine
• Vitamin A (auch Retinol bzw. Provitamin A genannt)
• Vitamin B1 (auch Thiamin genannt)
• Vitamin B2 (auch Riboflavin genannt)
• Vitamin B3
• Vitamin B6 (auch Pyridoxin genannt) - gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen und tritt in der Natur in verschiedenen Formen auf. Es wird von Bakterien hergestellt und kommt praktisch in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor.
Es ist beteiligt an wichtigen Stoffwechselvorgängen, hilft bei nervösen Störungen, bei Blutarmut sowie bei der Reisekrankheit.
Unser Tagesbedarf liegt bei 2 mg.
• Vitamin B12 (auch Cobalamin genannt) - wird von Bakterien produziert und kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Für strenge Vegetarier sind fermentierte Lebensmittel, wie z.B. Sauerkraut, die einzige Vitamin-B12-Quelle. Es ist unentbehrlich für die Funktion der Nervenzellen und für den Stoffwechsel. Es fördert die Bildung roter Blutkörperchen, gibt neuen Schwung und kommt in der Natur nicht sehr häufig vor.
Unser Tagesbedarf liegt bei 2,5 µg.
• Vitamin C (auch L-Ascorbinsäure genannt)
• Vitamin E (auch Tocopherol genannt)
• Niacin (auch Nikotinsäure genannt)
• Carotinoide - Wir kennen zwei Carotinoide [Pflanzenfarbstoffen], die sogenannten Provitamine A. Sie werden im Dünndarm zu Retinol [Vitamin A] gespalten und über die Lymphe transportiert. Carotinoide, die im Körper in Retinol umgewandelt werden, sind für den Menschen ebenfalls essentiell. Da sie Sauerstoff an sich binden, fungieren sie als sogenannte Antioxidantien. Sie fangen freie aggressive Sauerstoffradikale [reaktionsfreudige Moleküle] und ähnliche Oxidationsprodukte wirksam ab, "entschärfen" sie, indem sie ihnen ein Sauerstoffatom entreißen, und verhindern so die Oxidation anderer wichtiger Substanzen wie Eiweiß, Nuklein- und Fettsäuren. Carotinoide in ausreichender Menge beugen einer Schädigung von Zellen, Zellkern und Zellmembran und wahrscheinlich sogar Krebskrankheiten vor.
• Carotin - wird auch Provitamin A genannt. Es ist eine inaktive Substanz, die der menschliche Organismus zu Vitamin A umwandelt. Carotine haben auch antioxidative Wirkung.
• BetaCarotin - gehört zu der Gruppe der Carotinoide und ist eine Vorstufe von Vitamin A. Es entfaltet im Körper wichtige Schutzwirkungen als Antioxidanz und ist wichtig für die Bildung des Sehpurpurs. Es verbessert also das Sehvermögen, weshalb es auch als "Augenvitamin" bezeichnet wird. Darüber hinaus verkürzt es meist die Krankheitsdauer und stärkt unsere Widerstandskraft gegen Atemwegsinfektionen.
• Cholin - ist ein Vitamin des B-Komplexes und von Bedeutung für den Fettstoffwechsel. Es hilft Cholesterin unter Kontrolle zu halten und ist wichtig für die Funktion des Nervensystems, insbesondere des Gehirns. Darüber hinaus hilft es bei Alzheimer und unterstützt die Leber beim Abbau von Giftstoffen. Außerdem hat es eine beruhigende Wirkung.
• Folsäure (auch Pteroglutaminsäure genannt)

6 Kohlenhydrate bzw. Zucker
Kohlenhydrate sind eine leicht verfügbare Energiequelle. Sie sind nicht essentiell, machen aber einen wesentlichen Anteil der Energiezufuhr aus. Kohlenhydrate liefern etwa 4 Kalorien pro Gramm Kohlenhydrate.
• Saponine - sind Kohlenhydrate mit reinigender und antiseptischer Wirkung.
• Glaktosamin
• Glukosamin
• Arabinose
• Mannose
• Fruktose - (Fruchtzucker) gehört als Einfachzucker in die Gruppe der Kohlenhydrate.

4 essentielle Fettsäuren
Die Bausteine der Nahrungsfette werden als Fettsäuren bezeichnet.
Je nach ihrem chemischen Aufbau haben sie unterschiedliche Auswirkungen, z.B. auf den Cholesterinspiegel im Blut.
Nahrungsfette sind auf Grund ihrer hohen Energiedichte Energielieferant Nummer 1. Neben ihrer Rolle als Energielieferant sorgen die Nahrungsfette auch dafür, dass die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K im Organismus resorbiert werden können. (Das Zusetzen von Butter z.B. an Möhrengemüse dient also nicht nur der Entfaltung des Aromas, sondern auch der verbesserten Aufnahme des in den Möhren enthaltenen Vitamins A).
• Cholesterol (auch Cholesterin genannt) - ist nicht essentiell, da es von der Leber und anderen peripheren Gewebezellen synthetisiert werden kann. Die tägliche Cholesterol-Zufuhr sollte unter 300 mg liegen. Cholesterole dienen beim Menschen zum Aufbau von Steroidhormonen wie Östrogenen, Gestagenen und Androgenen. Weiterhin dient es der Gallensäureproduktion in der Leber und dem Aufbau neuer Gewebe
• Campesterol
• Beta-Sitosterol
• Lupeol

24 Aminosäuren
• Prolin - hat den Hauptanteil bei der Bildung von Bindegewebe und der Herzmuskulatur. Es kann sehr leicht mobilisiert werden für die Energiezufuhr der Muskel. Ein Hauptbestandteil des Kollagens.
• Hydroxyprolin
• Cystein - trägt zu starkem Bindegewebe und Antioxidanzaktionen des Gewebes bei. Es hilft bei Heilungsprozessen, stimuliert die Aktivität der weißen Blutkörperchen und vermindert Entzündungsschmerz. Wesentlich ist es für die Bildung von Haut und Haar verantwortlich.
• Glutaminsäure - Eine Hauptvorstufe von Glutamin, Prolin, Ornithin, Arginin, Glutathion und GABA. Eine potentielle Energiequelle. Wichtig beim Gehirnstoffwechsel und der Verstoffwechselung von anderen Aminosäuren.
• Salm
• Asparagin (Spargelsäure) - Verwandelt Kohlehydrate in Muskelenergie. Baut Immunoglobuline und Antikörper des Immunsystems auf. Vermindert Ammoniakwerte nach dem Training.
• Glycin - Hilft bei der Herstellung anderer Aminosäuren und ist Teil von Enzymen, die in die Energieproduktion einbezogen sind. Hat eine beruhigende Wirkung.
• Serin - Wichtig bei der Energieproduktion der Zellen. Unterstützt das Gedächtnis und die Funktion des Nervensystems. Baut das Immunsystem auf, indem es Immunoglobuline und Antikörper produziert.
• Tyrosin - Vorstufe der Neurotransmitter Dopamin, Norepinephrin und Epinephrin sowie des Schilddrüsen- und Wachstumshormons und Melanin (das Pigment, das für die Haut- und Haarfarbe verantwortlich ist). Hebt die Stimmung.
• Alanin - Hauptbestandteil des Bindegewebes. Ermöglicht es Muskeln und anderen Geweben, Energie aus Aminosäuren zu beziehen. Trägt zum Aufbau des Immunsystems bei.

7 essentielle Aminosäuren:
Der menschliche Körper enthält 22 Aminosäuren, von denen er 8 nicht selber herstellen kann. Diese, als essentiell bezeichnete Aminosäuren, müssen wir mit unserer Nahrung in ausreichendem Maße aufnehmen.
Für Wachstum, Fortpflanzung und Erhaltung des Organismus sind diese jeweils unentbehrlich.
Von den 8 essentiellen Aminosäuren enthält die Aloe Vera die folgenden 7:
• Lysin - und Vitamin C bilden zusammen L-Carnitin, eine Biochemikalie, die es dem Muskelgewebe ermöglicht, Sauerstoff effektiver zu nutzen und die Ermüdung zu verzögern. Es unterstützt das Wachstum, indem es Collagen bildet - das faserige Protein, aus dem Knochen, Knorpel und anderes Bindegewebe bestehen. Weiterhin fördert es die Produktion von Antikörpern, Hormonen und Enzymen, sorgt für bessere Konzentrationsfähigkeit und hilft mitunter bei Problemen mit der Fruchtbarkeit.
Niedrige Werte können die Proteinsynthese verlangsamen, die Muskeln und das Bindegewebe beeinträchtigen.
• Threonin - verhindert den Fettaufbau in der Leber und ist ein wichtiger Collagenbestandteil. Bei Vegetariern ist es wenig vorhanden und muss häufig durch Nahrungsergänzungspräparate ergänzt werden.
• Valin - ist eine verzweigtkettige Aminosäure, die nicht von der Leber verarbeitet wird, statt dessen aktiv vom Muskel aufgenommen wird. Sie beeinflusst die Aufnahme anderer Neurotransmittervorstufen vom Gehirn [Tryptoghan, Phenylalin und Tyrosin].
• Leucin - ist eine verzweigtkettige Aminosäure, die als Energiequelle genutzt wird. Reduziert die Aufspaltung von Muskelprotein. Fördert die Heilung von Haut und Knochen.
• Isoleucin - ist eine verzweigtkettige Aminosäure, die leicht aufgenommen und vom Muskelgewebe zur Energiegewinnung genutzt wird. Essentiell bei der Bildung von Hämoglobin.
• Phenylalanin - reduziert Hungergefühle, steigert das sexuelle Interesse, verbessert die Gehirnfunktionen und lindert Depressionen.
• Methionin - Einige dieser Aminosäuren sind nur im Säuglings- und Entwicklungsalter nicht vom Organismus synthetisierbar und müssen im Erwachsenenalter nicht mehr zugeführt werden. Hierzu zählen die beiden folgenden in Aloe Vera enthaltenen Amonisäuren:
• Histidin - ist einer der Hauptbestandteile in der Haut beim Absorbieren von UV-Licht. Bei der Produktion von roten und weißen Blutkörperchen hat es eine große Bedeutung.
• Arginin - kann die Freisetzung von Insulin, Glukagon und Wachstumshormonen steigern. Bei der Verletzungsrehabilitation kann es eine große Hilfe sein, wie auch bei der Bildung von Collagen. Darüber hinaus hat es stimulierende Wirkung auf das Immunsystem und kann die Spermienanzahl und T-Lymphozytenreaktion steigern.

Außerdem enthält Aloe Vera noch folgende Wirkstoffe, die sich in obige Kategorien nicht zuordnen lassen:
• Lignine
• Saponine
• Chrysophansäure
• Salizylsäure - Dieser Wirkstoff ist wohl uns allen bekannt aus dem Schmerzmittel "Aspirin", nur, dass es hier in der naturreinen Form vorliegt und nicht als chemisch hergestellte Substanz. Dieser Stoff erklärt die schmerzlindernde Wirkung der Aloe, besonders bei Wundschmerz.
• Ätherische Öle - Zu qualitativen und quantitativen Unterschieden im Anthranoidspektrum des frischen Blattsaftes und der Droge existieren kaum Arbeiten. 1,8-Dihydroxyanthrachinone wie Aloeemodin sind in der Droge wahrscheinlich Artefakte, da sie im frischen Blattsaft nicht nachweisbar sind.


Die Aloe Vera ist ein Naturprodukt. Daher können diese Inhaltsstoffe von Pflanze zu Pflanze in Menge und Vorkommen variieren.

Abschließend muss darauf hinweisen werden, dass man nicht in die Versuchung geraten sollte, einzelne Wirkstoffe als allein verantwortlich für die Wirkung der Aloe Vera zu machen. Vielmehr ist es wohl die Kombination der zahlreichen Stoffe, die diese Pflanze zu einem solchen Schatz in Bezug auf mögliche positive Auswirkungen auf unseren Organismus macht. Das Wirkungsprinzip ist hier, wie überall in der Natur, die Synergie, das optimale Zusammenwirken der Inhaltsstoffe!

Aloe Produkte, die Anthraglykoside aus der Blattrinde enthalten, sind verschreibungspflichtig und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Dies gilt nicht für Aloe-Vera Produkte der Firma Wolf & Denninger. Bei diesen Produkten wurde vor der Verarbeitung die Schale entfernt und so wurde nur das Gel des Blattmarks verwendet. Diese Produkte können so als Rohstoff, als Nahrungsergänzung oder als Aufbaumittel und als Schönheitsmittel verwendet werden.